Manchmal kommt es anders als man denkt.

Heutzutage kann man sich entscheiden, ob man den Tod als Aus für eine Ehe annimmt oder ob man auf dieses Gelübte verzichten will. Immerhin stammt es aus grauer Vorzeit und die Zeiten haben sich verändert.

Die Scheidungsstatistik lag im Jahr 2009 bei etwa 40 Prozent. 2008 haben sich 39 Prozent aller Eheleute scheiden lassen. Die Tendenz ist steigend. Im Jahr 2010 dürfte die 40 Prozent-Marke endgültig gefallen sein.
Die Zahlen basieren auf Erhebungen des Statistischen Bundesamtes.

Auch ich stand damals vor der Entscheidung und nach einigen Diskussionen war klar, wir sprechen diese Worte aus Überzeugung!

Man könnte jetzt auch Lotto spielen aber die Chancen für eine Ehe bis zum Lebensende stehen eindeutig besser.

Erst wer sechs Richtige und noch dazu die Superzahl hat, erhält den Jackpot. Die Chance dafür liegt bei 1 zu 140 Millionen (exakter Wert: 139.838.160). Die Chance für sechs Richtige liegt bei rund 1:15 Millionen (15.537.573).

Also auf ins Vergnügen, Vorbereitungen, Hochzeit feiern (natürlich nur vom Feinsten und ziemlich groß), endlich “auch” dazu gehören, Kinder planen (zumindest mal drüber nachdenken) …

Doch wie das im Leben manchmal so ist: Der Eine gewinnt im Lotto und ein Anderer lässt sich scheiden.

Was waren dass noch für Zeiten als man sich die Ehe schön geredet hat.

  • Eine Garantie gibt es nie
  • Was ändert sich schon… Gar nichts.
  • Wir sparen Steuern (Ha Ha)
  • Wenn mal was passiert kann der Andere Entscheidungen treffen (Ist auch sehr eingeschränkt! Merkt man immer erst hinterher.)
  • Wenn ein Kind kommt ist es ehelich und erhält den Familiennamen

Tja und dann ab zum Notar. Man will ja kein Risiko eingehen. Ein Ehevertrag muss her. “Wir sind zwar erwachsene Menschen aber man kann ja nie wissen”. Außerdem kann man sich ja in vielen Dingen auch so einigen. Wir leiben uns ja und “Wir sind ja erwachsene Menschen”. Und wenn es doch auseinander geht, dann trennen wir uns als Freunde. Und für alles gibt es eine Lösung. Wir sind ja erwachsene….

So, Alles geregelt. Es kann nichts mehr schief gehen. Glaubt man. Und man glaubt es zu diesem Zeitpunkt wirklich!

Doch dann kommt der Punkt, an dem es soweit ist.

Die meisten Scheidungen finden zwischen dem 5. und 8. Ehejahr statt. Danach geht die Scheidungsrate zurück und steigt dann ab dem 26. Ehejahr wieder drastisch an.

Aber was soll schon passieren? Wir haben ja an alles gedacht. Denkt man. ABER …

Alle, und ich meine wirklich ALLE rationalen und rechtlich getroffenen Entscheidungen sind dahin!

Was jetzt noch zählt sind Gefühle.

  • Verlustangst
  • Verletzungen
  • Kränkungen
  • Existenzangst
  • Wut
  • Rache

Nichts mehr mit “Wir sind doch erwachsene Menschen”. Ohne Hilfe von Dritten in Form von Jugenämtern, Anwälten und Freunden geht nichts mehr.

Man kann nicht mehr kommunizieren (konnte man das in den letzzten Jahren noch?), nicht mehr objektiv denken, keine Kompromisse mehr schliessen und versucht nur noch seine eigenen Wünsche durch zu setzen. Egal wie es dem Anderen geht. Ja wir haben uns mal geliebt. Wie wir sind erwachsen? Aber…

Man hält sich krampfhaft an den rechtlichen Regelungen fest. Alles, was aus Vertrauen heraus entschieden wurde gilt nicht mehr. Uralte Kamellen werden wieder aufgewärmt.

Vertrauen? Moral? Kompromisse? Freundschaft? Frieden?

Fehlanzeige!

Das wäre ja nun alles nicht so schlimm, wenn es da nicht tatsächlich ein Kind gäbe. Wir waren ja, bis dass der Tod uns scheidet, verheiratet.

Und nun wird es kompliziert und schmutzig!

Da man ja an den vereinbarten Regelungen nicht vorbei kommt,. diese aber nicht jeden zufrieden stellen, muss das Kind herhalten um seine eigenen Bedürfnisse durch zu setzen. Das ist zwar menschlich, aber trotzdem verwerflich. Kann man sich dagegen wehren, selber diesem Verhalten zum Opfer zu fallen? Ich glaube nicht.

Damals kamen zwei Dirnen und traten vor den König.

Die eine sagte: „Bitte, Herr, ich und diese Frau wohnen im gleichen Haus, und ich habe dort in ihrem Beisein geboren. Am dritten Tag nach meiner Niederkunft gebar auch diese Frau. Wir waren beisammen; kein Fremder war bei uns im Haus, nur wir beide waren dort. Nun starb der Sohn dieser Frau während der Nacht; denn sie hatte ihn im Schlaf erdrückt. Sie stand mitten in der Nacht auf, nahm mir mein Kind weg, während deine Magd schlief, und legte es an ihre Seite. Ihr totes Kind aber legte sie an meine Seite. Als ich am Morgen aufstand, um mein Kind zu stillen, war es tot. Als ich es aber am Morgen genau ansah, war es nicht mein Kind, das ich geboren hatte.“

Da rief die andere Frau: „Nein, mein Kind lebt, und dein Kind ist tot.“

Doch die erste entgegnete:„Nein, dein Kind ist tot, und mein Kind lebt.“

Man brachte es vor den König.

So stritten sie vor dem König.

Da begann der König: „Diese sagt: ‘Mein Kind lebt, und dein Kind ist tot!’ und jene sagt: ‘Nein, dein Kind ist tot, und mein Kind lebt.’“

Und der König fuhr fort: „Holt mir ein Schwert!“

Nun entschied er: „Schneidet das lebende Kind entzwei, und gebt eine Hälfte der einen und eine Hälfte der anderen!“

Doch nun bat die Mutter des lebenden Kindes den König – es regte sich nämlich in ihr die mütterliche Liebe zu ihrem Kind: „Bitte, Herr, gebt ihr das lebende Kind, und tötet es nicht!“

Doch die andere rief: „Es soll weder mir noch dir gehören. Zerteilt es!“

Da befahl der König: „Gebt jener das lebende Kind, und tötet es nicht; denn sie ist seine Mutter.“

Ganz Israel hörte von dem Urteil, das der König gefällt hatte, und sie schauten mit Ehrfurcht zu ihm auf; denn sie erkannten, dass die Weisheit Gottes in ihm war, wenn er Recht sprach.

Diese Geschichte sollte sich JEDER zu Herzen nehmen, der sich in einer solchen Situation befindet.

Eigentlich ist diesem Salomonischen Urteil nicht mehr hinzu zu fügen…